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NordOstsee Tour 2025

Nordostseetour




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1. Juni 2025 (1)
92 Km
92 von 1188 Km



Nun ist es endlich so weit, die Radreise beginnt. Um ca. 10:00 Uhr geht es los mit dem ersten Tritt in die Pedale in Richtung Hamburg zu meiner ersten Zwischenstation bei zwei coolen Gravelbikern, Aylin und Sascha (meiner Nichte nebst ihrem Freund). Dort gab es zur Stärkung ein leckeres Frühstück. Nach ca. 1,5 Stunden ging es weiter; vorher überreichten mir die beiden noch einige ihrer Lieblings-Energieriegel und ein Röhrchen mit Energie-Brausetabletten. Es ging weiter durch den alten Elbtunnel, der an einem Sonntag leider sehr gut besucht war, zumal nur eine Röhre wegen Bauarbeiten geöffnet war. Weiter ging es durch den Hamburger Hafen bis zu einer Brücke; unter dieser musste ich, um auf den Elbdeich zu gelangen, von der Straße auf einen Bürgersteig wechseln und, wie man das manchmal so macht, ohne abzusteigen. Nur diesmal hatte ich nicht berechnet, dass ich vorne Gabeltaschen befestigt hatte und durch das Gewicht das Vorderrad nicht hoch genug bekam, worauf ich mich plötzlich liegend neben meinem Bike befunden habe. Zum Glück ist nichts passiert und weiter ging es auf dem endlos scheinenden Elbdeich in Richtung Harsefeld, wo ich gegen 18 Uhr auf dem Campingplatz ankam. Mein Zelt war das einzige auf dem ganzen Platz, in dem ich nach 8 Stunden und 92 Kilometern eine ruhige Nacht verbrachte.



Reisesetup Bepacktes Gravelbike Ankommender Radfahrer Abfahrender Radfahrer Zelt






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2. Juni 2025 (2)
81 Km
173 von 1188 Km



Ich bin zwar schon um 6 Uhr wach gewesen, aber das Büro vom Campingplatz öffnet erst um 9 Uhr um zu bezahlen. Weiter geht es 81 Km nach Sandstedt. Nach etwas mehr als 7 Stunden bin ich dort angekommen. Wieder war ich das einzige Zelt auf dem Platz. Die Nacht war sehr unruhig durch die Schiffe welche durch die nahe Weser stampften. Schiffsmotoren können ganz schön laut sein!



Zelt Harsefeld Campingplatz Harsefeld






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3. Juni 2025 (3)
75 Km
248 von 1188 Km



Damit ich meine Reise fortsetzen konnte, musste ich erstmal mit einer Fähre über die Weser setzen, die praktischerweise genau neben dem Campingplatz abfuhr.1a Fahrradwege hier in Niedersachsen, wenn nicht dieser permanente Gegenwind wäre. Das zehrt ganz schön an den Kräften. Es gab auch schöne Wege durch die herrliche Natur und eine lustige Skulptur mit lauter bunten Vögelchen und einer bunten Katze die ratlos davor saß. Nach 239 Kilometern erreichte ich den ersten Supermarkt, wo ich erstmals meine Vorräte auffüllte. Nach fast 8 Stunden und 75 Km meiner 3. Etappe erreichte ich Stickhausen. Der Campingplatz lag direkt an einem schönen See. Etwas nervig war eine Amsel, die über eine Stunde nur am Zettern war, vielleicht saß da ja die bunte Katze von unterwegs vor dem Baum!? Die Nacht war ansonsten ruhig und erholsam.



Weserfähre Rad auf Fähre Feldweg Katze vor Baum Rad an Baum Campingsee






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4. Juni 2025 (4)
82 Km
330 von 1188 Km



Erst irrte ich durch Emden, das Navi wie auch Komoot kamen irgendwie nicht zurecht. Dann hatte ich die ganze Fahrt über nur Gegenwind, manchmal schwach, manchmal stark mit Regen und Böen bis 65 km/h. So langsam schwanden die Kräfte und mein Hintern fing an zu schmerzen. 82 Km später kam ich endlich auf einem schönen, modernen Campingplatz an. Sehr zu empfehlen: "Camping am Deich" in Upleward.



Fluss bei Emden Kesselschleuse Wilhelm Friedrich Windräder Windmühle in Rysum Wegweiser






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5. Juni 2025 (5)
38 Km
368 von 1188 Km



Eigentlich sollten es nur 30 km werden, aber wegen Deichbauarbeiten musste ich 2 Umleitungen in Kauf nehmen. Am Ende waren es 38 km und das mit einem wundgefahrenen Hinterteil. Statt dass, wie vorhergesagt, der Wind drehen sollte, blieb es bis auf wenige Kilometer bei Gegenwind. Einen kurzen Halt machte ich am Deicharbeiter-Denkmal Diekskiel und am weltberühmten „Otto-Leuchtturm“. Sehenswert war auch der Fischereihafen in Greetsiel. Nachdem ich einkaufen war, legte ich meine Einkäufe erst mal auf einen Tisch in der Nähe meines Zeltes, als ich hinter mir plötzlich ein Rascheln hörte. Ich drehte mich um und sah, wie eine Möwe meine Chipstüte im Schnabel hatte und mit dieser davonflog. Da die Tüte anscheinend zu schwer war, verlor sie diese. Ich lief schnell hinterher und rettete meine Chips. Der Campingplatz wäre sehr schön gewesen, wenn nicht direkt neben meinem Zelt im Laufe des Tages immer mehr Leute wegen Pfingsten aus dem Ruhrpott ankamen, welche lautstark schon mal anfingen zu feiern. Gegen 21 Uhr wurde es zum Glück zunehmend leiser, da der Alkohol seine Wirkung zeigte und eine allgemeine Müdigkeit sich breitmachte. Am nächsten Morgen hatte ich mich entschlossen, wegen des wundgefahrenen Hinterns die Heimreise per Bahn anzutreten; ein Weiterfahren war unmöglich. Am Tag meiner Abreise fing es plötzlich an, stark zu regnen; Glück im Unglück, ich hatte schon alles verstaut und konnte mich im nahegelegenen Sanitärhaus unterstellen. So kam ich trockenen Fußes am Bahnhof an!
Es war kein Abbruch, sondern nur eine Unterbrechung!



Umleitungsschild 1 Umleitungsschild 2 Deicharbeiter Denkmal Otto-Leuchtturm Otto Leuchtturm Blick vom Otto Leuchtturm Hafen Greetsiel Deich mit Kot Deich mit Schafen Möwe






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21. Juni 2025 (6)
49 Km
417 von 1188 Km



So, weiter geht's! Mein Hintern ist wieder geheilt und um 5 Uhr morgens ging es los zum Bahnhof Bad Oldesloe, dieses Mal mit meinem E-Mountainbike. Nach 5 Stunden Bahnfahrt in völlig überfüllten Fahrrad-Waggons kam ich gegen 11:30 Uhr in Norddeich an, dem Ort, an dem ich meine Radreise 2 Wochen zuvor unterbrochen hatte. Auf den 49 km nach Carolinensiel gab es außer Deichen und Schafen nichts Nennenswertes zu sehen. Auf dem etwas abgelegenen Campingplatz wurde ich auch gleich von den anderen Campern ausgefragt: „Wo kommst du her, wo willst du hin usw.?“. Am Abend trafen noch 2 junge Rennradfahrer ein, die an diesem Tag schon 200 km hinter sich hatten, Respekt. Mit ihnen konnte man sich gut unterhalten. Am Abend gab es an einem ein paar Kilometer entfernten Strand ein Drachenfest, wo ich auch hingefahren bin. Als ich zurückkam, lagen die beiden Rennradfahrer schon in ihrem Zelt und schliefen, wie später auch ich.

Moutainbike Waggon mit Fahrrädern Fluss in Carolinensiel Drachenfest






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22. Juni 2025 (7)
45 Km
462 von 1188 Km



Auf dem Weg zum 42 km entfernten Varel gab es außer der Brauerei in Jever mit dem gleichnamigen Bier nur Deiche und Schafe, Schafe und Deiche, nichts Besonderes zu sehen. Um auf den Campingplatz zu gelangen, musste ich noch 3 Stunden warten, bis die Mittagspause vorüber war. In der Zwischenzeit ging ich in einen völlig überteuerten Edeka, um Proviant zu kaufen - Touristenort halt! Da Sonntag war, hatte die arbeitende Bevölkerung gerade Ausgang und wollte wohl in der Nordsee baden gehen. Da gerade Ebbe war, lagen die Leute am Strand oder liefen durch den Schlick zum Wasser. Mir persönlich war das zu langweilig und ich beschloss, früh schlafen zu gehen.

Blick vom Deich Blick vom Deich Schild in Jever Jever Brauerei






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23. Juni 2025 (8)
41 Km
503 von 1188 Km



Auf dem Weg nach Burhave gab es wieder nicht viel zu sehen, nur einen Schneemann aus großen Steinen und eine Skulptur, die irgendetwas mit Adam zu tun haben sollte. Das einzige Zelt weit und breit auf einer Wiese war meines. Auf dem benachbarten Deich befanden sich einige grasende Schafe, welche auch bei Dunkelheit noch blökten. Von der Nordsee war wieder nicht viel zu sehen außer Watt. Aber Watt soll man machen!?

Schneemann aus Steinen Skulptur Mann Hinweisschild Zelt Campingplatz Schafe am Deich Blick auf Wolhelmshaven Steg zur Nordsee Weg am Wasser Wolken mit Sonne






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24. Juni 2025 (9)
70 Km
573 von 1188 Km



Bei Bremerhaven überquerte ich die Weser mit einer Fähre. In Bremerhaven habe ich mich einige Male verfahren, dabei bin ich dreimal an einer Kaserne der Marine vorbeigefahren! Mein nächstes Ziel befand sich an der Elbe, auf einem Campingplatz, den ich schon vor einigen Jahren einmal besucht hatte. Nicht wiederzuerkennen, alles hatte sich verändert.


Bremerhaven Bremerhaven Fähre Otterndorf Strand Otterndorf Elbe






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25. Juni 2025 (10)
75 Km
648 von 1188 Km



Früher konnte man noch von Cuxhaven die Elbe überqueren, aber leider wurde die Fähre eingestellt, nun musste ich nach Wischhafen, um über die Elbe zu gelangen. Vorbei an Glückstadt fuhr ich bei viel Gegenwind entlang der Elbe in Richtung Westen, bis ich in Brunsbüttel ankam, wo ich meine für diese Radreise vorletzte Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal nahm. Die Fähren über den NOK sind immer kostenlos, das stammt noch aus der Zeit des damals noch so benannten Kaiser-Wilhelm-Kanals. Auf dem doch sehr überschaubaren Campingplatz angekommen gab es keine Rezeption, sondern einen Automaten, an dem man seine Gebühr entrichten konnte. Gegen Abend kam aber auch noch eine Frau vorbei, die kontrollierte und bei der man auch bezahlen konnte. Da sich die Elbe gleich hinter dem nahe gelegenen Deich befand, konnte man dort die vorbeifahrenden Schiffe gut beobachten. In der Nacht war ein ständiges Brummen zu hören, das von einem Baggerschiff auf der Elbe kam, wie ich am nächsten Morgen feststellen durfte.

Landschaft Brunsbüttel Deich Brunsbüttel Camping Elbfähre Segelboot






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26. Juni 2025 (11)
52 Km
700 von 1188 Km



Der Tag begann schon mit Regen und die Fahrt war ziemlich langweilig entlang des Deiches, irgendwie sah alles gleich aus. Auf dem Büsumer Campingplatz hatte ich zum Glück einen guten windgeschützten Stellplatz bekommen, denn es wehte seit dem Nachmittag ein starker Wind. Für die Kitesurfer auf dem Binnensee das ideale Wetter. In der sonst überfüllten Büsumer Fußgängerzone herrschte gähnende Leere, kaum ein Geschäft hatte offen. Dort kaufte ich noch bei Edeka ein. Ich weiß gar nicht, ob auch die Einheimischen die völlig überzogenen Lebensmittelpreise zahlen müssen!? In der Nacht flaute der Wind ab und ich konnte beruhigt einschlafen. Übrigens, in Büsum zahlt man für jeden Tag des Aufenthaltes Kurtaxe! Auch am Tag der Abreise!!!

Büsum Campingplatz Büsum See Büsum Buchstaben Büsum Fussgängerzone Büsum Leuchtturm Büsum Kran






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27. Juni 2025 (12)
48 Km
748 von 1188 Km



Auf meinem weiteren Weg zum nächsten Zielort überquerte ich die Eider auf dem Eidersperrwerk, danach musste ich leider einen Umweg von 15 km fahren, da dort umfangreiche Deichbauarbeiten stattfanden. Einen Abstecher machte ich nach Welt, dem Geburtsort meiner Oma. In dem kleinen Ort mit nur ca. 200 Einwohnern befand sich eine kleine Kirche – vielleicht wurde meine Oma hier ja getauft!? Weiter sollte es eigentlich nach St. Peter-Ording gehen, aber dort gab es keinen freien Platz mehr für mein Zelt. So landete ich dann in Tating. Vor Ort gab es keine Einkaufsmöglichkeiten, sondern nur ein teures Restaurant. Also war ich gezwungen, noch einige Kilometer zu fahren, um mir Proviant zu besorgen. Wieder einmal war mein Zelt das einzige, so hatte ich wenigstens meine Ruhe und konnte gut schlafen.

Eider Speerwerk Welt Ortsschild Welt Kirche Welt Kirche Seite Welt Kirche Eingang Welt Kirche Turm Welt Kirche Innen Tating Zelt






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28. Juni 2025 (13)
44 Km
792 von 1188 Km



Bis Husum nichts Neues. Von Weitem sah man schon die hässlichen Silotürme von Husum. In Husum angekommen, ging es zunächst durch den Hafen, der ganz nett aussah; die Schiffe und Boote lagen wegen Ebbe auf dem Trockenen. Etwas zum Beißen wollte ich mir auch noch besorgen, bevor es auf den Campingplatz ging. Auf der Suche nach einem Aldi verfuhr ich mich etwas und drehte um. Auf dem Rückweg winkte eine ältere Frau mir, um mich anzusprechen; sie sagte zu mir: „Junger Mann, ich habe gesehen, wie Sie erst die Straße nach oben gefahren sind und dann umgedreht sind. Was suchen Sie denn?“ Ich: „Ich suche den Aldi.“ Daraufhin zeigte sie mit dem Daumen hinter sich und sagte: „Da geht's lang, junger Mann.“ Ich bedankte mich und fuhr weiter zu Aldi. Sehr nett und aufmerksam, diese Husumer! Auf dem Campingplatz angekommen, musste ich erst mal eine Stunde warten wegen der Mittagspause. Zuerst wurde mir ein Platz auf einer wild bewachsenen Wiese angeboten, auf dem ein ziemlich heruntergekommener Wohnwagen stand. Ich wollte aber einen Platz mit Strom, so wie ich es gebucht hatte. Ich bekam einen neuen Platz, welcher auch nicht besser aussah, aber Strom hatte. Der Stromanschluss war in einem Gebüsch und sah nicht gerade gut aus. Der ganze Campingplatz war im Allgemeinen ganz schön heruntergekommen. So einen schlechten Campingplatz hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht besucht!!! Und auch noch der teuerste auf der ganzen Radreise – 28 Euro!!! Irgendwie sah es dort überall ziemlich schlecht aus. Eine Hotelruine, eine Nordsee ohne Strand, die ersten schwarzen Schafe und auch die letzten, die ich zu sehen bekam.

Husum Silos Husum Campingplatz Husum Campingplatz Husum Campingplatz Müllstation Husum Panorama Husum Strand Husum Strand Windhosen Hotel Ruine Schwarze Schafe






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29. Juni 2025 (14)
50 Km
842 von 1188 Km



Auf Wiedersehen Nordsee! Nun geht es bei strahlendem Sonnenschein durch eine wunderschöne Landschaft in Richtung Ostsee nach Leck. Was mir aufgefallen ist: Dass dort, wo Windräder stehen, die Bauern alle neue Gebäude haben. In Gegenden ohne Windräder waren die Höfe ziemlich verfallen, scheint sich ja zu lohnen für die Bauern. In Leck sind zwei riesige gekreuzte Hörner zu sehen, welche den Ochsenweg kennzeichnen sollen. Diesen habe ich auch schon ins Auge gefasst, vielleicht im nächsten Jahr!? Halt machen wollte ich bei dem bekannten Kult-Imbiss "Calli Schaschlik", aber leider war dieser am Sonntag und Montag geschlossen. Der Campingplatz ist zu empfehlen, da er sehr ruhig gelegen ist.

Landschaft bei Leck Fluss bei Leck Schafe am Deich Bauernhof bei Leck Große Hörner in Leck Zelt auf Campingplatz






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30. Juni 2025 (15)
54 Km
896 von 1188 Km



Hier im hohen Norden sind die Radwege allererste Sahne!!! Je näher man Dänemark kommt, desto besser und breiter werden die. Im schönen Flensburg ist das ganz schön hügelig, hätte ich nicht gedacht, meistens ging es aber bergab. Wirklich sehr, sehr schön ist der Weg entlang der Flensburger Förde. Die Ostsee kam immer näher und das Wetter wurde immer besser. Gelandet bin ich dann auf dem nördlichsten Campingplatz Deutschlands bei Glücksburg. Einen Oldtimer gab es dort zu sehen, zuerst dachte ich, der steht da so als Attraktion, aber nein, es waren Leute aus Finnland, die damit unterwegs waren und anscheinend im Anhänger schliefen. Hier war ich nicht mehr der einzige mit Zelt auf dem Platz. Im Laufe des Tages wurden es immer mehr. Gegenüber von mir zeltete ein junges Paar mit Gravelbikes, die einmal um Dänemark fahren wollten. Neben mir eine Familie mit Kindern, darunter auch ein Baby, welches in der Nacht manchmal etwas weinte. Mich störte es nicht weiter, und ich konnte trotzdem gut schlafen.

Strassenschild Radweg bei Flensburg Flensburger Hafen Flensburger Förde Flensburger Förde Glücksburg Strand Oldtimer von vorne Oldtimer von hinten






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1. Juli 2025 (16)
54 Km
950 von 1188 Km



Die Ostseeküste ist viel schöner als die Nordseeküste. Keine hohen Deiche, keine Schafe und die Landschaft ist auch abwechslungsreicher. Zwar bin ich nicht direkt an der Küste entlanggefahren, sondern querfeldein, da es weniger Kilometer waren. Die letzten Kilometer dann aber doch, bis zum Campingplatz Schubystrand. Beeindruckt war ich von der Sanitäranlage neben der Zeltwiese, einfach schön! Der Strand hat mich sehr an meine Kindheit erinnert, so wie früher sah der aus. Obwohl es an diesem Tag sehr warm war, konnte man bei offenem Zelt bei etwas Wind gut schlafen.

Mühle bei Damp Segelboote am Strand Strand bei Damp Strand bei Damp Küche auf Camoingplatz WC auf Campingplatz Waschbecken auf Campingplatz Boot am Strand  Feld vor Ostseeküste






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2. Juli 2025 (17)
66 Km
1016 von 1188 Km



Als ich gerade losgefahren war, hatte ich plötzlich einen platten Vorderreifen. Meinen ersten auf dieser Reise. Ich musste feststellen, dass sich ein alter Flicken wahrscheinlich durch die pralle, heiße Sonne am Vortag gelöst hatte. Um einige Kilometer zu sparen und nicht durch Kiel fahren zu müssen, entschied ich mich, mit der Fähre von Falkenstein nach Laboe zu fahren. Nach fast 2 Stunden Warten auf die Fähre setzte ich meine Fahrt nach Heidkate fort. Damit ich nicht auf der Zeltwiese in der heißen Sonne campieren musste, bekam ich einen schattigen Platz zwischen 2 Wohnmobilen. Die Camper zu meiner linken und rechten Seite waren sehr nett und hatten etwas Mitleid mit mir, sie boten mir einen Stuhl und einen kleinen Tisch an, welche ich dankend ablehnte. In der Nacht gab es ein Gewitter mit ein bisschen stärkerem Wind, was ich trocken überstand.

Blick nach Laboe Fährableger Falkenstein Radweg bei Heidkate Deich bei Heidkate Strand bei Heidkate






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3. Juli 2025 (18)
64 Km
1078 von 1188 Km



Früh am Morgen ging es entlang der Steilküste in Richtung Fehmarn. Die Insel ließ ich dabei aus, weil ich diese mit den beiden coolen Gravelbikern aus Hamburg noch umrunden möchte. In Sütel angekommen, wartete ich noch zwei Stunden wegen der Mittagspause, bis ich mein Zelt aufstellen konnte. Während ich wartete, kam ein Camper mit seinem neuen Fischer-Fahrrad auf mich zu, der Probleme mit seiner Felgenbremse hatte. Der Mann hatte sie falsch montiert, ich behob es. Aus Freude darüber zeigte er mir einen Platz, auf dem ich angeblich kostenlos campen dürfe. Da ich schon gebucht hatte, lehnte ich dankend ab. Beim Aufbau kamen auch gleich zwei Leute auf mich zu und wollten wieder einmal wissen: „Wo kommst du her, wo willst du hin usw.?“ Danach fuhr ich auf den benachbarten Campingplatz, um dort einzukaufen. Da ich später ein bisschen Müll hatte, wollte ich diesen entsorgen, aber der Müllplatz war abgesperrt. Ein Camper sagte mir, dass man nur freitags seinen Müll zwischen 12 und 13 Uhr abgeben darf, und es war Donnerstag – merkwürdiger Campingplatz. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Festplatz-Camper nicht mehr so zufrieden mit dem Platz gewesen sein sollen und nach und nach das Weite suchten.

Fluss bei Sütel Fluss bei Sütel Strand bei Sütel Steilküste bei Sütel Steilküste bei Sütel Steilküste bei Sütel Steilküste bei Sütel






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4. Juli 2025 (19)
52 Km
1130 von 1188 Km



Auf dem benachbarten Campingplatz kaufte ich mir erstmal Brötchen, Wurst, Käse und Kakao zum Frühstück, welches ich beim wunderschönen Sonnenaufgang genüsslich verspeiste. Auf meinem weiteren Weg neben der Steilküste kam ich manchmal dem Abgrund ziemlich nahe (so 1 bis 2 Meter). Voll konzentriert bewältigte ich den Pfad, ohne 10 bis 15 Meter tiefer zu stürzen. Vorbei an Grömitz und dem Freizeitpark in Sierksdorf landete ich schließlich in Scharbeutz. Wieder einmal wartete ich wegen der Mittagspause bis 15 Uhr, um an meiner letzten Station mein Zelt aufzuschlagen! Nach dem Aufbau ging ich zu Fuß in den Ort. Es wimmelte nur so von Touristen. Dementsprechend waren auch die Preise: ein Fischbrötchen für 7,50 €!!! Mein letztes leckeres Fischbrötchen an der Nordsee hatte nur 3,50 € gekostet – nein danke, nicht mit mir! Genauso haben auch andere gedacht, wie ich später aus der Zeitung erfahren habe. Der Gastronomie in Scharbeutz soll es wegen ausbleibender Kunden sehr schlecht gehen – kein Wunder!!! Nach meiner Rückkehr auf den Campingplatz hatte die Zeltwiese sich merklich gefüllt. Einige Jugendliche hörten laut Musik, die mit der Zeit allmählich leiser wurde. Eine ruhige Nacht war somit garantiert.

Sonnenaufgang an der Ostsee Sonnenaufgang an der Ostsee Steiküste bei Sütel Steilküste bei Sütel Strand in Scharbeutz Segelschiff in Scharbeutz Blick vom Steg nach Scharbeutz






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5. Juli 2025 (20)
58 Km
1188 von 1188 Km



Irgendwann hat eine Reise auch ihr Ende. Um ca. 6 Uhr stand ich auf und packte ein letztes Mal meine Sachen. Es hatte sich etwas abgekühlt und die Sonne versteckte sich hinter den grauen Wolken. In Bad Segeberg kaufte ich noch etwas ein und kam nach 4 Stunden am Mittag in Seth an.

Fahrrad bei Abreise  Ankunft mit Siegerpose





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